“Hallo”, “Servus”, “Moin” oder doch “Guten Tag”? Die richtige Begrüßungsformel als Teil der Anrede ist nur die Speerspitze dessen, was Markensprache ausmacht. Markensprache? Ja, Markensprache – noch nichts davon gehört? Macht nichts: Wir erklären Dir, was Corporate Tonality ist und wieso sie beim Content-Marketing unbedingt beachtet werden sollte.

 

Corporate Language im Rahmen der CI

Den Begriff der Corporate Identity (CI) müssen wir Dir nicht näher erläutern. Du weißt längst, dass diese besonders vom Corporate Design geprägt wird. Doch eine einheitliche Farbgebung auf Werbeplakaten, der Firmenwebsite und den Werbegeschenken, mit denen man potentielle Kunden und Geschäftspartner auf Messen überschüttet, ist längst nicht alles. Während die meisten Menschen direkt verstehen werden, welche emotionale Macht Bilder haben, wird die Sprache oft zu wenig beachtet. Blöd eigentlich, denn auch Worte können ganz zielgerichtet Emotionen bei Lesern und Leserinnen wecken – Emotionen, die idealerweise verkaufsfördernd wirken.

 

Content mit Emotionen füllen

Die Begrüßung im Flagship-Store, durch den jungen und dynamischen, mit T-Shirt und Sneakern bekleideten Mitarbeiter, wird nicht nur durch das Vokabular, sondern auch durch Körpersprache und eben das gesamte Auftreten bestimmt. Weil der Marketing- und Verkaufsprozess jedoch immer häufiger online und damit über geschriebene Sprache stattfindet, gilt es, Emotionen, die sonst durch das Corporate Behaviour erzeugt werden, in Text zu verpacken. Denn Körpersprache, Stimmfarbe und Co fehlen hier gänzlich. Gleiches gilt für die verschiedensten Formen von Offline-Werbung, bei der mit Slogans / Claims gearbeitet wird.

 

Die 3 wichtigsten Aspekte der Corporate Identity (CI) auf einen Blick:

  • Corporate Behaviour
  • Corporate Design
  • Corporate Language / Tonality

 

Klassische OnPage SEO hinderlich für WIRKLICH guten Content?

Bei der Konzeption von neuem Content solltest Du demnach nicht nur auf wichtige Keywords und eine top WDF*IDF Gewichtung achten, sondern Wörter und die Kombination selbiger als Teil der eigenen Firmenphilosophie verstehen. Google will kurze, prägnante Sätze? Mag sein. Besteht Deine Zielgruppe jedoch aus Intellektuellen mit weit nach oben gerichteter Nase, könnte sich diese bei Sätzen auf Kindergartenniveau ganz schön veräppelt vorkommen. Die Folge wären richtig miese User-Signals – und die mag Google mindestens genau so wenig wie verschachtelte Sätze. Mal ganz abgesehen davon, dass die Chance auf einen Verkauf (falls Du einen Onlineshop betreibst) sinkt. Oder denkst Du bei minderwertiger Sprache an hochwertige Produkte? Eben.

 

Frage Dich immer:

  • Welchen Zweck verfolge ich mit meinem Content?
  • Welche Zielgruppe soll der Content ansprechen?
  • Was will ich mit dem Content verkaufen?
  • Über welche Kanäle verbreite ich den Content?

 

Durch Sprache erzeugt Corporate Tonality eine emotionale Verbindung zwischen Unternehmen, Produkt und Zielgruppe. So unterstreicht beispielsweise die bewusste Verwendung von Dialekten einen regionalen Bezug. Der konsequente Verzicht auf Anglizismen kann diesen Bezug oder (z. B. ein “Made in Germany”) weiterführend stützen. Spezielle Jugend- und Szenesprachen schaffen hingegen ein urbanes, hippes oder kosmopolitisches sprachliches Umfeld.

Content-Marketing: SEO um die Ecke gedacht

Gutes Content-Marketing bezieht die Corporate Tonality ebenso mit ein wie Aspekte klassischer OnPage SEO. Schließlich sind die organischen Suchergebnisse von Google nur einer von vielen Kanälen, über die man Inhalte vermarkten kann. Neben Suchmaschinen gibt es da z. B. Social-Media-Plattformen und fremde Webseiten, auf denen sich Leserinnen und Leser aus der eigenen Zielgruppe tummeln. Tipp: Hier eignen sich besonders Content-Marketing-Netzwerke wie Plista und Outbrain. Steigt der Social-Media-Traffic und später auch der Direct-Traffic, weil Du es geschafft hast, durch nachhaltiges Branding eine echte Marke aufzubauen, wird Dich Google automatisch mit besseren organischen Rankings belohnen.

 

Tonality beschreibt den Stil und die Atmosphäre, durch die gesprochene und geschriebene Sprache geprägt sind. “Markensprache” (Corporate Tonality) ist somit ein Teilaspekt der Corporate Identity (Unternehmensidentität) und unterstützt das Branding auf allen zur Verfügung stehenden Marketing-Kanälen.